{"id":24,"date":"2018-02-18T16:48:10","date_gmt":"2018-02-18T16:48:10","guid":{"rendered":"http:\/\/hgv.mohlsdorf.de\/?page_id=24"},"modified":"2018-02-21T09:11:13","modified_gmt":"2018-02-21T09:11:13","slug":"landgemeinde","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hgv.mohlsdorf.de\/?page_id=24","title":{"rendered":"Landgemeinde"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<div align=\"center\"><b>Die Gemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf und ihre Ortsteile<\/b>Liebe Besucher, wir m\u00f6chten Ihnen einen kurzen \u00dcberblick \u00fcber die einzelnen Orte der Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf bringen.<\/div>\n<p align=\"justify\">Impressum:<br \/>\nHerausgegeben vom Heimat- und Geschichtsverein Mohlsdorf e.V. unter Mitwirkung des Heimatforschers Carsten Dietzsch, Teichwolframsdorf.<br \/>\nKarte mit allen historischen Flurbezeichnungen.<br \/>\nFotos: Andreas G. Seidel \/ Gestaltung, Druck: S-Druck Gottesgr\u00fcn<\/p>\n<p><a name=\"z\"><\/a><\/p>\n<hr noshade=\"noshade\" size=\"1\" \/>\n<p><a href=\"#a\">Mohlsdorf<\/a><br \/>\n<a href=\"#b\">Reudnitz<\/a><br \/>\n<a href=\"#c\">Gottesgr\u00fcn<\/a><br \/>\n<a href=\"#d\">Kahmer<\/a><br \/>\n<a href=\"#e\">Waldhaus<\/a><br \/>\n<a href=\"#f\">Teichwolframsdorf<\/a><br \/>\n<a href=\"#g\">Waltersdorf<\/a><br \/>\n<a href=\"#h\">Kleinreinsdorf<\/a><br \/>\n<a href=\"#i\">Gro\u00dfkundorf <\/a><br \/>\n<a href=\"#j\">Sorge-Settendorf<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/hgv.mohlsdorf.de\/wp-content\/uploads\/01-gem\/karte.pdf\">Karte der Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf.pdf<\/a><br \/>\n<a name=\"a\"><\/a><\/p>\n<hr noshade=\"noshade\" size=\"1\" \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hgv.mohlsdorf.de\/wp-content\/uploads\/01-gem\/gem-01.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"175\" align=\"right\" border=\"1\" hspace=\"10\" vspace=\"25\" \/><\/p>\n<p align=\"justify\"><b>Mohlsdorf <\/b>entstand in seiner heutigen Form am 1. Oktober 1922 durch den Zusammenschluss von Mohlsdorf und Herrmannsgr\u00fcn. Der Name Mohlsdorf wurde gew\u00e4hlt, da die Bahnstation Mohlsdorf der Greiz-Brunner-Eisenbahn einen Bekanntheitsgrad hatte. Auch die Lage an der Verbindungsstra\u00dfe Greiz-Werdau gab mit den Ausschlag daf\u00fcr.<br \/>\nAngenommen wird, dass Mohlsdorf und Herrmannsgr\u00fcn etwa 1150 gegr\u00fcndet wurden. Die Ersterw\u00e4hnung findet sich in einer Urkunde von 1355. Am 4. M\u00e4rz wird ein Heincze von Herrmannsgrune als Zeuge genannt.<br \/>\nEine weitere urkundliche Erw\u00e4hnung stammt aus dem Jahre 1367, wo in einem Kaufvertrag ein Kunz von Hermsgr\u00fcn, welcher aus dem Rittergeschlecht von Herrmannsgr\u00fcn stammte, genannt wird.<br \/>\nDie erste urkundliche Erw\u00e4hnung, die die beiden Orte Mohlsdorf und Herrmannsgr\u00fcn betrifft, stammt vom 23. Mai 1449 in der Teilungsurkunde der Reu\u00dfen.<br \/>\nMit rund 1380 Einwohnern f\u00fcgt sich der Ort in die H\u00fcgellandschaft, gepr\u00e4gt von Feldern und Wiesen, umgeben von teilweise ausgedehnten W\u00e4ldern harmonisch ein. Die h\u00f6chste Erhebung, der Katzenberg, hat eine H\u00f6he von 476 Metern \u00fcber NN. Eine Vielzahl von Arten der Fauna und Flora, bis hin zu dem Biotop der alten Muschelkalkgrube an der Kalkh\u00fctte in Waldhaus, wird den wissbegierigen Naturfreunden geboten.<br \/>\nZu den Sehensw\u00fcrdigkeiten des Ortes geh\u00f6rt die Herrmannsgr\u00fcner Kirche, welche unter F\u00fcrst Heinrich XXII. Reu\u00df \u00e4ltere Linie von 1887 bis 1889 erbaut wurde. Architekt war der s\u00e4chsische Baurat Oscar Mothes. Sehenswert sind der Schnitzaltar und Plastiken vom M\u00fcnchner Bildhauer Ritzler.<br \/>\nIm Gasthof &#8222;Zum K\u00fchlen Morgen&#8220; wurde 1867 der Kunstmaler Hermann Pampel geboren. Sein Geburtshaus steht unter Denkmalschutz, wie auch die &#8222;Alte Schule&#8220;. Sie ist ein vogtl\u00e4ndisches Umgebindehaus, in welchem der Heimatdichter Gotthold Roth (1866-1955) geboren wurde.<br \/>\nIn Mohlsdorf gab es vielseitige Industrie, besonders Textilindustrie, wovon heute leider nichts mehr \u00fcbrig geblieben ist. Daf\u00fcr gibt es ein ausgedehntes Industriegebiet, welches sich erst in den letzten Jahren angesiedelt hat.<\/p>\n<div align=\"right\"><a href=\"#z\">zur\u00fcck<\/a><\/div>\n<p><a name=\"b\"><\/a><\/p>\n<hr noshade=\"noshade\" size=\"1\" \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hgv.mohlsdorf.de\/wp-content\/uploads\/01-gem\/gem-02.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"121\" align=\"right\" border=\"1\" hspace=\"10\" vspace=\"25\" \/><\/p>\n<p align=\"justify\"><b>Reudnitz<\/b> ist vermutlich schon w\u00e4hrend der Westslawischen Landnahme vor mehr als 1000 Jahren als sorbische Siedlung entstanden mit typischer Bebauung um den ehemaligen Dorfteich, wie heute noch zu erkennen ist. Die deutsche Ostkolonisation f\u00fchrte im 12. u. 13.Jh. zur Ansiedelung fr\u00e4nkischer und th\u00fcringischer Bauern, die mit den Sorben verschmolzen. Die Herren von Rudenitz sind 1333 erstmalig genannt, aber die Ersterw\u00e4hnung von Reudnitz als Ort findet sich erst in der Teilungsurkunde der Reu\u00dfen vom 23.Mai 1449.<br \/>\nBedeutungsvoll f\u00fcr die Ortsgeschichte waren die beiden Ritterg\u00fcter Ober- und Unterreudnitz, von denen einige restaurierte Geb\u00e4ude den ehemaligen Adelssitz der Familie von Geldern und noch erhaltene m\u00e4chtige B\u00e4ume im einstigen Gutspark auch heute noch als sichtbare historische Zeichen darstellen.<br \/>\nEs gibt jetzt etwa 980 Einwohner in Reudnitz, dessen gute Wohnlage sich in der regen Wohnungsbaut\u00e4tigkeit der letzten Jahre widerspiegelt. Die Waldsiedlung und das Wohngebiet &#8222;Am Hummelsberg&#8220; sind Teil dieser Entwicklung.<br \/>\nNach der Schulneuordnung entstand die Freie Regelschule Reudnitz mit \u00f6kologischer Ausrichtung. Unterrichtet werden die Sch\u00fcler ab der 5.Klasse. Durch besondere Ausbildungsinhalte wie Tierhaltung in der Schule, Naturprojekte, Anlegen eines Naturlehrpfades soll das Umweltbewu\u00dftsein der jungen Menschen gest\u00e4rkt werden.<br \/>\nEin kirchliches Ferien- und Freizeitheim f\u00fcr behinderte und nicht behinderte Menschen dokumentiert den Erholungswert des Ortes mit seiner sch\u00f6nen Umgebung. Rad- und Wanderwege erschlie\u00dfen das Umland mit dem Naherholungsgebiet Greiz-Werdauer Wald.<\/p>\n<div align=\"right\"><a href=\"#z\">zur\u00fcck<\/a><\/div>\n<p><a name=\"c\"><\/a><\/p>\n<hr noshade=\"noshade\" size=\"1\" \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hgv.mohlsdorf.de\/wp-content\/uploads\/01-gem\/gem-03.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"170\" align=\"right\" border=\"1\" hspace=\"10\" vspace=\"25\" \/><\/p>\n<p align=\"justify\"><b>Gottesgr\u00fcn<\/b> ist mit ca. 260 Einwohnern eine typische Streusiedlung. Geh\u00f6fte, Wohnh\u00e4user, Wiesen und Teiche f\u00fcgen sich wie auf eine Schnur gereiht in die sch\u00f6ne Talaue zu einem idyllischen d\u00f6rflichen Bild.<br \/>\nDie erste urkundliche Erw\u00e4hnung des Ortes stammt vom 23. Mai 1449 in der Teilungsurkunde der Reu\u00dfen.<br \/>\nDie fr\u00fchbarocke Kirche mit einer Holzbalkendecke und der B\u00e4rmig-Orgel, inmitten des Dorfes auf dem H\u00fcgel mit dem alten Schulhaus, bieten dem Betrachter ein malerisches Bild.<br \/>\nDer l\u00e4ndliche Charakter wird durch die wiedereingerichteten Bauernh\u00f6fte und der Pflege b\u00e4uerlicher Traditionen bestimmt. Das neuerbaute Gemeinschaftshaus ist das kulturelle Zentrum des Ortes.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div align=\"right\"><a href=\"#z\">zur\u00fcck<\/a><\/div>\n<p><a name=\"d\"><\/a><\/p>\n<hr noshade=\"noshade\" size=\"1\" \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hgv.mohlsdorf.de\/wp-content\/uploads\/01-gem\/gem-04.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"125\" align=\"right\" border=\"1\" hspace=\"10\" vspace=\"25\" \/><\/p>\n<p align=\"justify\"><b>Kahmer<\/b> ist mit ca. 250 Einwohnern der s\u00fcdlichste und am h\u00f6chsten gelegene Ort der Gemeinde. Der Katzenberg mit seinen 474 Metern \u00fcber NN ist die h\u00f6chste Erhebung des gesamten Gemeindegebietes. Einen weiter \u00dcberblick \u00fcber die Gemeinde und weit dar\u00fcber hinaus ist von hier sehr gut m\u00f6glich.<br \/>\nDie erste urkundliche Erw\u00e4hnung des Ortes stammt vom 23. Mai 1449 in der Teilungsurkunde der Reu\u00dfen.<br \/>\nEine typisch d\u00f6rfliche Pension mit Gastst\u00e4tte und Fleischerei laden zum Einkehren und \u00dcbernachten ein.<br \/>\nVon der &#8222;Waldh\u00f6he&#8220;, einer ehemaligen Gastst\u00e4tte bis hin zu den F\u00fcrstenbuchen und der ehemaligen Spornburg, die leider nur noch aus den Geschichtsunterlagen bekannt ist, kann man nach Herzenslust wandern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div align=\"right\"><a href=\"#z\">zur\u00fcck<\/a><\/div>\n<p><a name=\"e\"><\/a><\/p>\n<hr noshade=\"noshade\" size=\"1\" \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hgv.mohlsdorf.de\/wp-content\/uploads\/01-gem\/gem-05.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"142\" align=\"right\" border=\"1\" hspace=\"10\" vspace=\"25\" \/><\/p>\n<p align=\"justify\"><b>Waldhaus<\/b> geh\u00f6rt zum Ort Mohlsdorf und war einst Kammergut der Reu\u00dfen. Heinrich XXII. Reu\u00df \u00e4lterer Linie Greiz (1846-1902) lie\u00df sich in Waldhaus ein Jagdschloss (1871) und eine Familiengruft erbauen. In der Einsamkeit des Waldes wollte er seine letzte Ruhest\u00e4tte finden. Die Grabst\u00e4tte wurde vom Architekten Eduard Oberl\u00e4nder von 1878 bis 1883 errichtet. Das Mausoleum wurde in den Jahren 1994 bis 1997 restauriert und kann heute besichtigt werden.<br \/>\nDas Umgebindehaus, wahrscheinlich das \u00e4lteste Haus von Waldhaus, beherbergt eine T\u00f6pferei und wird durch seinen Besitzer zu einem Schmuckst\u00fcck restauriert. Natur- und Wanderfreunde erwartet in Waldhaus ein ausgedehntes und zusammenh\u00e4ngendes Waldgebiet, den Greiz-Werdauer Wald mit einem weitreichenden Wegenetz zum Wandern und Radfahren, teilweise auch f\u00fcr Reiten, Kutschfahrten und andere sportliche Veranstaltungen. Ein Tiergehege bereichert das Naherholungsgebiet.<br \/>\nF\u00fcr wissbegierige Naturfreunde ist das Biotop an der Muschelkalkgrube interessant. Die Kalkh\u00fctte bei Waldhaus, heute Fl\u00e4chennaturdenkmal, wurde bereits 1580 urkundlich erw\u00e4hnt.<\/p>\n<div align=\"right\"><a href=\"#z\">zur\u00fcck<\/a><\/div>\n<p><a name=\"f\"><\/a><\/p>\n<hr noshade=\"noshade\" size=\"1\" \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hgv.mohlsdorf.de\/wp-content\/uploads\/01-gem\/gem-06.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"163\" align=\"right\" border=\"1\" hspace=\"10\" vspace=\"25\" \/><\/p>\n<p align=\"justify\"><b>Teichwolframsdorf<\/b> hat 1485 Einwohner und ist ein 2,7 km langes Stra\u00dfendorf in der H\u00fcgellandschaft des th\u00fcringischen Vogtlandes unmittelbar an der Landesgrenze zu Sachsen.<br \/>\nGro\u00dfenteils von Waldgebieten umschlossen und nach Norden zu in offener Agrarlandschaft liegt Teichwolframsdorf im idyllischen Tal des Krebsbaches, der \u00f6stlich des Ortes im Werdauer Wald entspringt und im weiteren das Dorf entlang der Hauptstra\u00dfe unter etlichen Br\u00fccken durchflie\u00dft und schlie\u00dflich nach etwa 7 km Bachlauf bei Neum\u00fchle in die Elster m\u00fcndet. Quer \u00fcber die Ortsmitte verl\u00e4uft die Verbindungsstra\u00dfe, die im S\u00fcden gelegene Ortschaften mit jenen am n\u00f6rdlichen Rand der neugebildeten Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf verbindet und im mittleren Abschnitt wegen der romantischen Durchfahrung zwischen Greizer und Werdauer Wald im Volksmund auch &#8222;Waldautobahn&#8220; genannt wird. Sie ist mehr als 500 Jahre alt und geh\u00f6rte einst zu den alten Salzstra\u00dfen, die unser Land in Nord-S\u00fcd-Richtung durchzogen. Nahe dem Kreuzungsbereich in Ortsmitte gab es vor langer Zeit eine alte Burg &#8211; ein &#8222;festes Haus derer von Wolfframsdorff&#8220; . Diese Adelsfamilie war auch Namensgeber des vermutlich Ende des 12.Jh. gegr\u00fcndeten Ortes, der nach altdeutscher Siedlungsform als Waldhufendorf entstanden ist. Als Bezugsdatum f\u00fcr das Ortsjubil\u00e4um dient die urkundliche Ersterw\u00e4hnung des Lupoldus de Wolfframsdorff im Jahre 1278. So hat der Ort auch mehrere Jahrhunderte nur Wolframsdorf geheissen, w\u00e4hrend der heutige Ortsname Teichwolframsdorf erst seit etwa 1450 gebraucht wird, und wegen der Wortl\u00e4nge von den Einheimischen und Nachbarn in Kurzform Teichdorf genannt wird.<br \/>\nDas Dorfbild war fr\u00fcher von etlichen Drei- und Vierseith\u00f6fen sowie altehrw\u00fcrdigen Fachwerkh\u00e4usern gepr\u00e4gt.<br \/>\nSoweit sie an der erst um 1865 durchgehend gebauten Dorfstra\u00dfe lagen nannte man sie Hofraithen. In alter Zeit hatte Teichdorf zwei Ritterg\u00fcter und zwei Wasserm\u00fchlen. Au\u00dfer zahlreichen Bauernh\u00f6fen existierten von jeher auch viele kleine Handwerks-und Gewerbebetriebe, vor allem auch Handwebereien. Um 1800 wurde mit der Inbetriebnahme einer ersten Wollspinnmaschine das Fundament gelegt f\u00fcr die sp\u00e4tere Kammgarnspinnerei Teichwolframsdorf, die \u00fcber 2 Jahrhunderte als erfolgreicher Textilbetrieb hier einst mehreren hundert Besch\u00e4ftigten bis 2012 Arbeit und Brot gab. Heute bilden etliche kleinere Gewerbeunternehmen und die Landwirtschaft in Form der Agrar-GmbH das haupts\u00e4chliche wirtschaftliche Potential des Ortes. Erw\u00e4hnenswert ist auch als das einzige denkmalgesch\u00fctzte Bauwerk von Teichdorf &#8211; die 1770 bis 1776 errichtete barocke Kirche, die bereits den dritten Kirchbau der Ortsgeschichte darstellt. Neben der altehrw\u00fcrdigen Bebauung sind im Laufe der Zeit viele moderne Wohn- und Gesch\u00e4ftsbauten hinzugekommen. Auch einige Gasth\u00e4user und noch vorhandene Ladengesch\u00e4fte, die sich um das Wohl der Teichdorfer und ihrer G\u00e4ste k\u00fcmmern, tragen zur Ortsbildpr\u00e4gung positiv bei. Als Schmuckst\u00fccke in unserem l\u00e4ndlichen Raum gelten die 1994 eingeweihte Sporthalle mit angrenzender Freisportanlage, das seit den 50er Jahren bestehende Sommerbad, das 1999 grundhaft modernisiert wurde, die 2007 wieder in Betrieb genommene, modern renovierte Schule und nicht zuletzt der neuerrichtete Kindergarten, in dem nicht nur Kinder des Dorfes sondern aus vielen umliegenden Ortschaften und aus der Stadt liebevoll umsorgt werden.<\/p>\n<div align=\"right\"><a href=\"#z\">zur\u00fcck<\/a><\/div>\n<p><a name=\"g\"><\/a><\/p>\n<hr noshade=\"noshade\" size=\"1\" \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hgv.mohlsdorf.de\/wp-content\/uploads\/01-gem\/gem-07.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"188\" align=\"right\" border=\"1\" hspace=\"10\" vspace=\"25\" \/><\/p>\n<p align=\"justify\"><b>Waltersdorf<\/b> mit rund 450 Einwohnern geh\u00f6rt zu den seit dem 13. Jh. besiedelten Gegenden am Mittellauf der Wei\u00dfen Elster. Der kleine Fluss hat sich hier tief in das Ostth\u00fcringische Schiefergebirge gegraben und ein landschaftlich wundersch\u00f6nes Tal entstehen lassen. Von Waltersdorf breitete sich seit Mitte des vorigen Jahrhunderts die methodistische Kirche aus. Hier befindet sich nach wie vor das Zentrum dieses Glaubens in unserer Gegend. Das Dorf ist in der Umgebung f\u00fcr seine regen sportlichen und kulturellen Aktivit\u00e4ten bekannt. Zu den allj\u00e4hrlichen H\u00f6hepunkten z\u00e4hlen das zweiw\u00f6chige Dorffest im Sommer, das Missionsfest der methodistischen Kirche am Pfingstmontag und der im romantischen Kellergew\u00f6lbe des einstigen Rittergutes der Familie von Posern ausgerichtete Weihnachtsmarkt.<br \/>\nZu den Sehensw\u00fcrdigkeiten des Ortes geh\u00f6ren das 1903 errichtete Wasserkraftwerk im Ortsteil R\u00fc\u00dfdorf, welches zum ehemaligen Hartpappenwerk der Lehnam\u00fchle geh\u00f6rte. Eine von der Elster angetriebene Getreidem\u00fchle aus dem 16. Jh. und die Reste einer mittelalterlichen Wehranlage in den &#8222;R\u00fc\u00dfdorfer Alpen&#8220;.<br \/>\nRundwanderwege unterschiedlicher L\u00e4nge laden zu Spazierg\u00e4ngen in der wundersch\u00f6nen Gegend ein.<\/p>\n<div align=\"right\"><a href=\"#z\">zur\u00fcck<\/a><\/div>\n<p><a name=\"h\"><\/a><\/p>\n<hr noshade=\"noshade\" size=\"1\" \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hgv.mohlsdorf.de\/wp-content\/uploads\/01-gem\/gem-08.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"170\" align=\"right\" border=\"1\" hspace=\"10\" vspace=\"25\" \/><\/p>\n<p align=\"justify\"><b id=\"\">Kleinreinsdorf<\/b> hat rund 380 Einwohner. Es wurde im Jahre 1449 erstmals urkundlich mit den Namen &#8222;gensyt des Waldes Reynstorff&#8220; erw\u00e4hnt. Die Lehnsurkunde \u00fcber Kleinreinsdorf wurde 1449 von Friedrich, dem Streitbaren ausgestellt. In Kleinreinsdorf gab es weder ein Schloss noch eine Burg, auch l\u00e4sst sich nichts von einer ber\u00fchmten Pers\u00f6nlichkeit berichten, die hier einmal gelebt h\u00e4tte, aber dennoch gibt es Bemerkenswertes an diesem Ort in seiner Vergangenheit, die sich in einem Namen widerspiegelt: dem Silberberg. Es ist nicht genau bekannt, wann das erste Silbererz gef\u00f6rdert wurde. Belegt ist, dass die Greizer Herrschaft zwischen 1700 &#8211; 1800 nach Silber graben lie\u00df. Das Bergwerk konnte nie eine \u00fcberm\u00e4\u00dfige wirtschaftliche Bedeutung erlangen, deshalb lie\u00df man den Bergbau wieder eingehen. Jedoch stammte das gesamte Silber f\u00fcr die Pr\u00e4gung der Reu\u00dfischen M\u00fcnzen aus diesem Bergwerk. In alten Chroniken ist auch \u00fcberliefert, dass die Bergleute &#8222;viele sch\u00f6n Erze&#8220; verschleppt und versteckt hatten. Noch in der letzten H\u00e4lfte des 19. Jh. hat man in den Geb\u00fcschen des nahen f\u00fcrstlichen Waldes solche versteckten Erze gefunden.<br \/>\nVielleicht findet man auch heute noch einen verborgenen Schatz?<\/p>\n<div align=\"right\"><a href=\"#z\">zur\u00fcck<\/a><\/div>\n<p><a name=\"i\"><\/a><\/p>\n<hr noshade=\"noshade\" size=\"1\" \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hgv.mohlsdorf.de\/wp-content\/uploads\/01-gem\/gem-09.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"165\" align=\"right\" border=\"1\" hspace=\"10\" vspace=\"25\" \/><\/p>\n<p align=\"justify\"><b id=\"Gro\u00dfkundorf\">Gro\u00dfkundorf<\/b> liegt mit seiner Gr\u00fcndung und der ersten urkundlichen Erw\u00e4hnung im Jahre 1267 etwa im gleichen Zeitraum wie Teichwolframsdorf. Die Schreibweise im hohen Mittelalter variierte zwischen &#8222;Cunegistorf&#8220;, &#8222;Kyngistorf&#8220; und &#8222;Kundorf&#8220;.<br \/>\nBereits 1489 wird erstmals \u00fcber &#8222;Grossenkundorf&#8220; geschrieben. Gro\u00dfkundorf ist mit seinen 171 Einwohnern ein sehr sch\u00f6nes, stark ausgepr\u00e4gtes Stra\u00dfendorf. Etwa ein Drittel der Hofanlagen einschlie\u00dflich Grundst\u00fcck stehen unter Denkmalschutz.<br \/>\nOrtspr\u00e4gend sind die markante Topographie (nach Norden abfallende Ortsstra\u00dfe) und die zahlreichen, gro\u00dfen Vierseith\u00f6fe in Fachwerkbauweise mit sch\u00f6nen Toren.<br \/>\nAu\u00dferdem gibt es im Ort zwei Gastst\u00e4tten, die sich um das Wohl Ihrer G\u00e4ste sorgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div align=\"right\"><a href=\"#z\">zur\u00fcck<\/a><\/div>\n<p><a name=\"j\"><\/a><\/p>\n<hr noshade=\"noshade\" size=\"1\" \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hgv.mohlsdorf.de\/wp-content\/uploads\/01-gem\/gem-10.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"138\" align=\"right\" border=\"1\" hspace=\"10\" vspace=\"25\" \/><\/p>\n<p align=\"justify\"><b id=\"Sorge-Settendorf\">Sorge-Settendorf<\/b> hat rund 130 Einwohner. Entstanden ist der Ort wahrscheinlich aus der Zerschlagung eines Vorwerks des Wasserschlosses Culmitzsch unter Herrschaft derer von Wolfersdorf.<br \/>\nUrspr\u00fcnglich waren Sorge und Settendorf zwei voneinander unabh\u00e4ngige D\u00f6rfer. Lange Zeit vor dem Kirchenbau in Sorge gab es in Settendorf eine Kirche, von der heute kaum noch der Standort bekannt ist. Das gilt auch f\u00fcr die sagenumwobene Fichtelburg &#8211; einem einstigen Raubrittersitz auf dem Lerchenberg.<br \/>\nDas Wahrzeichen von Sorge-Settendorf ist die weithin sichtbare Kirche mit ihrem ungew\u00f6hnlich weiten Rundblick. An g\u00fcnstigen Tagen kann man bis zum Leipziger V\u00f6lkerschlachtdenkmal blicken. 1739 erbaut &#8211; war die Kirche fr\u00fcher zentraler Mittelpunkt des Ortes Sorge. Selbst Napoleon soll schon an der Kirche Rast gemacht haben.<br \/>\nAls nach dem Ende des 2. Weltkrieges die Bergbaugeologen auf Gehei\u00df der damaligen sowjetischen Milit\u00e4radministration im Erzgebirge und seinem n\u00f6rdlichen Vorland fieberhaft nach Uranerz suchten, wurde man auch im D\u00f6rfchen Sorge f\u00fcndig. So begann 1950 in Sorge als allererstem Standort der &#8222;Wismut&#8220; im ostth\u00fcringischen Gebiet der gro\u00dffl\u00e4chige Erztagebau. Dieser zog sich Jahre sp\u00e4ter mehr nach Norden hin (Culmitzsch-M\u00fccke, Gauern, dann sp\u00e4ter um Ronneburg mit beginnender Untertagef\u00f6rderung). Nicht nur Sorge hatte es hart getroffen, wo die meisten H\u00e4user und Bauernh\u00f6fe abgerissen und die Menschen zwangsumgesiedelt wurden. Die Nachbarorte Katzendorf und sp\u00e4ter dann auch Culmitzsch sind f\u00fcr immer von der Landkarte verschwunden.<br \/>\nGl\u00fccklicherweise wurde die Sorger Kirche von diesem Schicksal verschont und blieb bis heute in relativ gutem Zustand erhalten. Ihr Innenraum ist deshalb besonders geeignet f\u00fcr eine zeitweilig dort dargebotene interessante Ausstellung von Schrift- und Bilddokumenten zur Ortsgeschichte in den Anfangsjahren der Wismutzeit.<br \/>\nInzwischen hat die Natur \u00fcber ein halbes Jahrhundert die Narben verwachsen lassen. In heutiger Zeit lockt die verbliebene weitr\u00e4umige Landschaft zu Ausfl\u00fcgen rund um den Reiterhof Pagel oder zur &#8222;Holzf\u00e4llerklause&#8220;.<\/p>\n<div align=\"right\"><a href=\"#z\">zur\u00fcck<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Die Gemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf und ihre OrtsteileLiebe Besucher, wir m\u00f6chten Ihnen einen kurzen \u00dcberblick \u00fcber die einzelnen Orte der Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf bringen. Impressum: Herausgegeben vom Heimat- und Geschichtsverein Mohlsdorf e.V. unter Mitwirkung des Heimatforschers Carsten Dietzsch, Teichwolframsdorf. Karte mit allen historischen Flurbezeichnungen. Fotos: Andreas G. 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